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Datenbankabfragen

Eine Eingabe des Anrufers gegen Ihre Datenbank prüfen – und je nach Ergebnis weiterleiten.

Mit der Datenbankabfrage prüft Pro IVR eine Eingabe des Anrufers (z. B. eine Kundennummer oder Service-TAN) in Echtzeit gegen eine SQL-Datenbank und leitet den Anruf je nach Ergebnis unterschiedlich weiter – etwa Bestandskunden direkt zum zuständigen Team, unbekannte Nummern zur Neukunden-Hotline.

Die Einrichtung erfolgt an zwei Stellen:

  1. im Tab legen Sie die Verbindungen an, und
  2. in einer Stufe (Auswahl-Modus Datenbankabfrage) hinterlegen Sie die konkrete Abfrage und die Ziele.

Tab „Datenbankabfragen" – Verbindungen verwalten

Definieren Sie beliebig viele Datenbankverbindungen und greifen Sie in der IVR-Stufen­konfiguration darauf zu.

Über legen Sie eine benannte Verbindung an. So lassen sich mehrere Datenbanken parallel nutzen und je Stufe gezielt auswählen.

Verbindungsparameter

FeldBedeutung
DatenbanktypPostgreSQL, MySQL, Microsoft SQL Server oder Derby
HostHostname oder IP-Adresse des Datenbankservers
PortPort des Datenbankservers – leer = Standardport des Datenbanktyps
DatenbankName der Zieldatenbank
BenutzernameDatenbankbenutzer
PasswortPasswort des Datenbankbenutzers
Verbindungs-/Abfrage-Timeout (Sek.)Maximale Wartezeit für Verbindungsaufbau und Abfrage
Timeout kurz halten

Der Anrufer wartet während der Prüfung in der Leitung. Halten Sie das Timeout daher kurz, damit der Anruf bei einer langsamen oder nicht erreichbaren Datenbank nicht ins Stocken gerät – für diesen Fall greift das Ziel bei Datenbankfehler (siehe unten).

Eine Verbindung entfernen Sie über .

Verbindungstest

Im Bereich Verbindungstest prüfen Sie eine Verbindung, ohne anrufen zu müssen:

  1. Geben Sie eine Test-Abfrage ein (dieselbe Logik wie in der Stufe, siehe unten).
  2. Geben Sie eine Test-Eingabe ein (das, was der Anrufer eintippen würde).
  3. Klicken Sie auf .

Das Ergebnis erscheint als Treffer, Kein Treffer oder Fehler (siehe Log).

Stufe im Modus „Datenbankabfrage"

Setzen Sie in einer Stufe den Auswahl-Modus auf Datenbankabfrage, erscheinen die folgenden Felder.

Datenbank

Über das Feld wählen Sie eine der zuvor angelegten Verbindungen aus. Gibt es noch keine, weist ein Hinweis darauf hin, dass Sie zunächst im Tab Datenbankabfragen eine Verbindung anlegen müssen.

SQL-Abfrage

Im Feld hinterlegen Sie die Prüf-Abfrage. Sie enthält genau einen Platzhalter ?, an dessen Stelle die Eingabe des Anrufers eingesetzt wird. Beispiel:

SELECT 1 FROM kunden WHERE kundennr = ?
  • Liefert die Abfrage mindestens eine Zeile, gilt das als Treffer.
  • Liefert sie keine Zeile, gilt das als Kein Treffer.
Sichere Übergabe der Eingabe

Die Anrufer-Eingabe wird als gebundener Parameter übergeben – nicht in den Abfragetext eingesetzt. Das schützt vor Fehlern und Manipulation durch ungewöhnliche Eingaben. Formulieren Sie die Abfrage daher immer mit dem ?-Platzhalter statt die Eingabe selbst „einzubauen".

Die Option übergibt die Eingabe als Zahl statt als Text – sinnvoll bei rein numerischen Feldern (z. B. Kundennummer).

Die drei Ziele

Je nach Ergebnis leitet die Stufe unterschiedlich weiter:

FeldGreift, wenn …
Ziel bei Trefferdie Abfrage eine Zeile liefert
Ziel bei keinem Trefferdie Abfrage keine Zeile liefert
Ziel bei Datenbankfehlerdie Datenbank nicht erreichbar ist oder ein Fehler auftritt – leer = es wird das Ziel bei keinem Treffer verwendet

Alle drei Ziele wählen Sie über denselben Auswahl-Helfer wie in der Zieltabelle (Rufnummer oder Stufe) – siehe IVR-Stufen § Ziel auswählen.

Immer ein Fehler-Ziel bedenken

Auch wenn das Ziel bei Datenbankfehler leer bleiben darf: Für Hotlines mit hohem Anrufaufkommen lohnt es sich, hier bewusst ein eigenes Ziel (z. B. die Zentrale) zu setzen, damit Anrufer bei einer Datenbankstörung nicht wie „Kein Treffer" behandelt werden.